„Nachhaltig“ denken und handeln heißt, zukünftige Generationen in der Gegenwart umfassend zu berücksichtigen, sie aber auch gleichzeitig verantwortlich für die Gestaltung von Zukunft mit einzubinden.
Eines der wesentlichen Probleme aller Entwicklungen ist unsere Unfähigkeit, Verantwortung in die Zukunft zu projizieren, den Staffelstab der Verantwortung von einer Generation auf die nächste weiterzureichen. Ein markantes Beispiel dafür ist das Thema „Umwelt“, das von uns angepackt, aber von künftigen Generationen gelöst werden muss. Hier ist ein umfassender Erziehungs- und Bildungsprozess erforderlich, sonst wird es nämlich keine künftigen Generationen von Menschen auf diesem Planeten mehr geben.
Im Prinzip jedoch geht es letztlich darum, die Frage der Nachhaltigkeit in allen Bereichen unseres Lebens appellativ zu stellen, eine Antwort einfordernd, Verantwortung übernehmend. Eltern, Erzieher, Lehrer müssen einerseits als Vorbilder wirken, Nachhaltigkeit vorleben, aber auch gleichzeitig im konkreten Erziehungsprozess nachhaltig auf jene einwirken, die ihnen anvertraut sind. „Nachhaltigkeit“ ist insofern nicht zuletzt ein verantwortungsethisches Thema, das substanziell Erziehungsprinzip und Lernziel in einem ist.
Auch die Verbindung zu ALISA ist zwingend. Nicht zuletzt die Schule schafft die Voraussetzungen für Nachhaltigkeit in der Arbeitswelt. Dabei gilt, dass nur ein nachhaltiges Wirtschaften auch unsere Zukunft abzusichern imstande ist. Pointiert lautet das Thema der Initiative deswegen:
Dr. phil. Kurt E. Becker, Emmendingen im Januar 2009