»Ohne Nachhaltigkeit keine Zukunft.«
Dr. Kurt E. Becker

Arbeitspapier Nachhaltigkeit

Arbeitspapier Gründung

Impulsvortrag
Bindung, Prägung, Moral

Impulsvortrag
Charisma des Erziehers

Wormser Ethik-Charta
für Nachhaltigkeit in der Erziehung

Impulsvortrag
Individuation und Sozialisation

Vortrag
Ethik im Wirtschaftsleben

Vortrag
Prometheus oder
Revolutions-potenziale in der Pädagogik

Vortrag
Energie und Ethik

Vortrag
Energie-Ethik
Dr. Markus Mönig

Erklärung von Hofgeismar:
Schule ist unsere Sache – ein Appell an die Öffentlichkeit (2006)

Erklärung von Salamanca:
Weltkonferenz "Pädagogik für besondere Bedürfnisse: Zugang und Qualität" (1994)

Hartmut von Hentigs Streitschrift
"Über eine Erziehung für das 21. Jahrhundert"
trägt den Titel
»Ach, die Werte!«

Impressum / Kontakt
Hauptseite / Chronik


WormserEthikInitiative

Wormser Ethikinitiative
Andreasstift-Gespräch am 30. November 2012

Verleihung des Alisa-Preises 
Dankesworte von Pia Müller


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Frau Lang, liebe Jury und auch liebe Frau Hartmann,

zuallererst möchte ich mich wirklich ganz herzlich bedanken für diesen Ehrenpreis und auch für die schöne Laudatio. Den ALISA-Preis heute hier überreicht zu bekommen, ist wirkliche eine große Ehre für mich.
Als Frau Hartmann mir sagte, dass ich diese Ehrung überreicht bekäme, war ich ein wenig perplex, denn mit einem Vorbild verbinde ich solche großen Persönlichkeiten wie Mutter Teresa, Martin Luther King oder Albert Schweitzer, um nur die ersten drei zu nennen, die mir in den Sinn kommen.
Und nun sollte ich als 17-Jährige Schülerin  diesen Alisa-Preis für vorbildliches Handeln überreicht bekommen? Ich war verwirrt.
Ein solches Vorbild zu sein, das bedeutet für mich und vielleicht auch für Sie eine sehr große Verantwortung. Aber dann ist mir aufgefallen, dass wir alle, wie wir hier sitzen, Verantwortung haben. Nein, dabei geht es mir nicht um das Verantwortlichsein für die größten Dinge des Lebens, sondern es gibt schon die Verantwortung für die kleinsten Dinge. Denn die kleinen Dinge können im Alltag umgesetzt werden, sie können ganz einfach zu einem Zeichen für das eigene Umfeld werden. Und so wächst mit der Zeit dann auch die Schwierigkeit der Herausforderungen. Man wächst im wahrsten Sinne des Wortes in seine Aufgaben hinein.
Auch bei mir war das nicht anders. Zuerst trug ich die Sorge für meine Kuscheltiere und Puppen. Für mich als Kind gab es nichts Wichtigeres als das Gefühl, dass ich meine Aufgabe erfüllt und meine Lieblinge versorgt hatte. Irgendwann wurden dann aus den Stofftieren echte Kinder, die es zu umsorgen galt.
Was mich dazu geführt hat? Ich muss sagen, es lag daran, dass ich selbst tolle Vorbilder hatte. Das waren auf der einen Seite natürlich meine Eltern und auf der anderen Seite meine eigene Gruppenleiterin, die mir soziales Engagement selbstverständlich erschienen ließen. Außerdem kam der Wunsch dazu ein bisschen was zu bewegen in dieser Zeit, in der die Nachrichten voll von Streit, Krisen und Kriegen sind.
Mit den Streitschlichtern wollte ich einfach mal etwa Neues ausprobieren, und heute stelle ich fest, dass die Ausbildung mich ziemlich beeinflusst hat, denn sie hat mich weiter für meine Umwelt sensibilisiert. Auch die Gruppenstunde oder das Helfen im Alisa-Zentrum hat mich bereichert und tut es auch heute noch.
So viele Erfahrungen durfte ich sammeln, aber das wichtigste ist doch: Soziales Engagement ist nicht nur ein Geben, nein, es ist viel mehr, denn wenn ich meine Gruppenkinder in der Gruppenstunde laut lachen höre, oder das Lächeln der Alisa-Kids sehe, nachdem ich ihnen ein wenig die große bunte Erwachsenenwelt erklären konnte, dann weiß ich,  wofür ich mich einsetze und weiß, dass ich es gerne tue.
Eine weitere Erkenntnis ist: Zu sagen, dass die Welt verbessert werden muss, ist das eine, das andere ist aber, dass ich den Mut fasse und quasi vor meiner Tür beginne die Welt ein wenig schöner zu machen.
Das ist unsere Verantwortung und darin können wir Vorbild sein. Jeder kann seine Stärken nutzen und den ersten Schritt wagen.
Und gerade weil soziales Engagement so vielseitig ist und kaum alleine möglich ist, möchte ich diesen Preis stellvertretend für alle anderen Menschen - ob groß oder klein -  entgegennehmen, die in ihrem Leben Menschen glücklich machen und somit ein großes Vorbild sind. Ich weiß, dass es allein schon in Worms unzählige Bürger gibt, denen ihre Mitmenschen sehr dankbar für ihr Handeln sind.
Also nehmen wir die Verantwortung an,  halten die Augen auf und werden so zu Vorbildern, die durch ihr Tun anstecken, denn Worte sind Zwerge und Beispiele sind Riesen.
Vielen Dank!!!

 

->> Laudatio für Pia Müller von Ursula Hartmann

->> Dankesworte von Pia Müller

->> Fotos von der Preisverleihung

->> Urkunde