»Ohne Nachhaltigkeit keine Zukunft.«
Dr. Kurt E. Becker

Arbeitspapier Nachhaltigkeit

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Impulsvortrag
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Wormser Ethik-Charta
für Nachhaltigkeit in der Erziehung

Impulsvortrag
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Vortrag
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Hartmut von Hentigs Streitschrift
"Über eine Erziehung für das 21. Jahrhundert"
trägt den Titel
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WormserEthikInitiative

Wormser Ethikinitiative
Andreasstift-Gespräch am 29. November 2013

Caroline Strauss:

Laudatio für Linda Abele anlässlich der Verleihung
des ALISA-Preises für vorbildliches Handeln

Sehr geehrte Gäste, sehr geehrte Frau Lang, sehr geehrte Mitglieder der Jury,
liebe Linda und Familie!

Ich freue mich sehr, dass die Wahl der Jury für den ALISA-Preis für vorbildliches Handeln 2013 auf Sie gefallen ist, liebe Linda. Ich habe heute Abend die Ehre, die Laudatio, die Lobrede, auf Sie zu halten und den hier Anwesenden eine besondere junge Frau vorzustellen.
Die Art und Weise wie ich Sie anspreche, mit Ihrem Vornamen Linda und per Sie, sagt einiges über unser beider Verhältnis aus. Ich durfte in der Pestalozzi-Grundschule, deren Schülerin Sie vier Jahre lang waren in der dritten und vierten Klasse Ihre Lehrerin sein. Aus dieser Zeit also die Ansprache mit Ihrem Vornamen. Eine Grundschullehrerin mag alle ihre Schüler – aber manche mag man besonders! Sie waren so ein besonderes Kind, weil Sie schon damals im positiven Sinne „verhaltensauffällig“ waren. Sie verbreiteten immer gute Laune, schlichteten mit großem Geschick Streit, trösteten Ihre Mitschüler, bastelten für alle einen Adventskalender und vieles mehr.
Dies alles in Ihrer typisch bescheidenen, zurückhaltenden Art. Eine Geschichte ist mir in besonderer Erinnerung geblieben: Am Montagmorgen machten wir immer einen Erzählkreis in dem die Kinder von ihren Wochenenderlebnissen berichten konnten. Sie erzählten damals eine beeindruckende Geschichte, die mich auch heute noch berührt: Sie waren auf dem Spielplatz und beobachteten, dass einige ältere Jungen einen Frosch quälten. Um den Frosch zu retten, boten Sie den Jungs eine Mark (man sieht, die Geschichte ist schon einige Zeit her) und kaufte diesen frei. Typisch Linda, alias Robin Hood. Mutig!
Mit dem Besuch der Nibelungenschule, damals noch Hauptschule, verlor ich Sie einige Zeit aus den Augen. Daher die Ansprache mit „Sie“, da sich unsere Wege erst wieder kreuzten, als Sie schon in dem Alter waren, in dem man Jugendliche mit einem respektvollen „Sie“ anspricht. Während dieser Zeit wurden Sie für das Projekt „Wir sind besser als unser Ruf“ ausgewählt und betreuten einmal die Woche Senioren in einem Altersheim. Nach dem Hauptschulabschluss, heute der Abschluss der Berufsreife, verfolgten Sie zielstrebig Ihren Weg. In Mannheim machten Sie eine Ausbildung zur Sozialassistentin. Danach absolvierten Sie ein freiwilliges ökologisches Jahr in der Magnusgemeinde. Nebenbei unterstützten Sie ein halbes Jahr lang jeden Morgen eine Familie mit Drillingen. Hier kreuzten sich unsere Wege wieder, denn auf meinem Weg zur Schule sah ich Sie oft in aller Frühe mit dem Fahrrad, schon gut gelaunt winkend, zu dieser Familie in der Nähe unserer Schule fahren. Außerdem arbeiteten Sie maßgeblich beim Kinder- und Jugendtreff der Lukaskirche mit. Nebenbei begleiteten über Jahre einen Nachbarn der ins Altersheim musste, den Sie bis zu seinem Tod jeden Sonntag dort besuchten und der Ihnen ein „Ersatzopa“ wurde.
Nach Ihrem FSJ begannen Sie in Mannheim eine Ausbildung zur Erzieherin. Im Rahmen von verschiedenen Praktika in unserer Schule durfte ich Sie wieder erleben als eine sehr positive, engagierte und nicht zuletzt bescheidene junge Frau, die mit viel Lebensfreude Ihren Weg geht. Das schöne ist, dass Sie andere großzügig an Ihrer Lebensfreude teilhaben lassen. Sie hinterlassen bei vielen Menschen mit denen Sie zu tun haben einen bleibenden Eindruck und alle sind sehr angetan von Ihnen. Manchen mag Ihr bisheriger Lebensweg wenig spektakulär erscheinen, aber wer Sie kennt weiß, was ich in dieser Laudation versuche in Worte zu fassen: Sie sind eine besondere junge Frau der leisen Töne, die, getreu dem Motto von ALISA hinschaut, hinhört, anspricht und handelt. Deshalb bin ich mir auch sicher, dass Sie den für Sie passenden Beruf gewählt haben, denn Sie können durch Ihre Empathie Kindern und Jugendlichen viel mit auf den Weg geben.

Ich gratuliere Ihnen ganz herzlich zum ALISA-Preis 2013. Danke, dass ich Sie ein Stück auf Ihrem Lebensweg begleiten durfte. Ihr Anerkennungsjahr als Erzieherin steht noch aus und ich hoffe sehr, dass sich unsere Wege wieder einmal kreuzen, die Türen der Pestalozzischule stehen Ihnen immer offen.

 


->> Laudatio für Linda Abele von Carolin Strauss

->> Dankesworte von Linda Abele

->> Fotos von der Preisverleihung

->> Alisa-Preis-Urkunde

->> siehe auch Bericht in der Presse

->> Bericht auf der chronologischen Seite der Ethikinitiative